Moikka kaikille!
Gespannt war ich auf den Nachfolger von „Unter dem Eis“, da mir das Debütalbum von Eisblume sehr gefallen hat. Jetzt habe ich „Ewig“ vor mir liegen, das Artwork hat mir beim Vorgänger besser gefallen.
Als Erstes muss ich meckern, dass weder Ria noch irgendein anderer aus der Band ein Lied selbst geschrieben hat. Ich hasse es, wenn Künstler ihre Lieder nicht selbst schreiben!
Das Ria und ihre Kollegen in 5 Songs nach Michael Bodenski von Subway to Sally usw. als Mittexter und Mitkomponisten stehen reißt es dann auch nicht raus.
Vielleicht bin ich etwas Holopainen-Texte verwöhnt, aber das Wort „Deckel“ in einem Song zu erwähnen klingt wohl immer total daneben, auch wenn das gerade im Cover vorkommt.
1. Für immer
Basierend auf „River Flows in You“, da hat es sich wohl jemand leicht gemacht.
Trotzdem ein schönes Lied, mit eingängigem Refrain und einem schönen Instrumentalteil nach der Bridge.
Im Refrain heißt es: „Wirf dein Licht her auf mich. Ach, die Ewigkeit scheint mir dir klein. Will für immer bei dir sein!“ Alles klar, oder?!
2. Ich kann dich sehen
Der Anfang, bestehend nur aus Schlagzeug und Keyboard gefällt mir sehr gut.
Aber ich hab das Gefühl, dass im Refrain irgendwie was fehlt.
3. So weit war ich noch nie
Die Strophe reißt keinen vom Hocker, der Refrain ist jedoch wunderbar. Sonst gibt es nichts groß dazu zu sagen.
4. Bis zum letzten Atemzug
Nicht unbedingt der große Kracher, es gibt bessere Lieder, aber auch nicht grottenschlecht.
5. Ein Liebeslied
Wieder mal ein Cover, diesmal von Knorkator.
Eine Ballade, einfache und eingängige Klaviermelodie.
Am meisten mag ich hier wohl den melancholischen Instrumentalteil gegen Ende des Liedes. Sonst nichts Herausragendes.
6. Ewig
Der Titelsong des Albums! Das gewisperte und immer wieder wiederholte „Ewig“ am Anfang finde ich eine gute Idee.
Sonst könnte sich der Song mit bei den anderen „rockigeren“ Liedern einreihen, da diese alle irgendwie gleich klingen.
7. Nimm sie mit
Eine Rockballade die nur im Refrain an Rock erinnert. Hebt sich aber von den anderen Liedern ab.
8. Schlaflied
Und noch eine Ballade. Vorwiegend Klavier, eher langweilig – also wirklich ein Schlaflied
9. Unzerstörbar
Gitarrenlastiger als die anderen Songs, aber es fehlt immer noch irgendwas.
10. Warten auf ein Wunder
Toller Klavierpart am Anfang, die Strophe klingt eigentlich wie alle anderen Strophen in den Balladen. Ab „Hör mein letztes Lied für dich.“ Kommt endlich mal mehr Power ins Spiel, der Refrain ist endlich mal etwas „voller“, wenn ihr wisst, was ich meine.
Ähnlich wie Nimm sie mit, aber besser und rockiger.
11. Zweites Gesicht
Am Anfang wird ein Spieluhr leise aufgezogen, danach donnern Gitarren und Schlagzeug aufeinander ein, es wird ruhiger und Ria beginnt zu singen. Sie wird wieder von dem „Gitarren-Schlagzeug-Krieg“ abgelöst und es geht zum Refrain.
Endlich mal ein Lied, was man als Rock bezeichnen kann!
Aber gut abgemischt ist es nicht, so weit ich dass beurteilen kann. Es kracht und donnert in den Boxen und man kann kaum Instrumente heraushören, alles ein großes Wirrwarr aus Ria’s Stimme und der Musik..
12. Wunderkind
Auch hier lässt die Produktion zu wünschen übrig, erinnert mich vom Klang her an einen Youtube-Mitschnitt von einem Rockkonzert. Anteeksi! :-S
Sonst nicht schlecht.
13. River Flows In You
Twilight ist im Moment ja sowieso erfolgreich, tausend andere haben das Lied auch schon zu „ihrer Version“ gemacht, wieso also nicht auch Eisblume? Jeder will schließlich was vom Kuchen!
Die meisten haben es wenigstens etwas abgewandelt, aber hier ist es eigentlich genau so wie das Original von Yiruma. Hat eben nur jemand anderes in die Tasten gekloppt.
Mehr bleibt mir dazu nicht zu sagen
(Interessant auch, das hier im Booklet Gesang: Sotiria Schenk steht, obwohl das ja ein Instrumental ist – alles klar!)
Bis jetzt gefällt mir der Vorgänger besser, weil es da mehr Abwechslung gab. Trotzdem ist es kein schlechtes Album.
Moi, moi
Samuliene Riikka













